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Der Erste Weltkrieg in der Literatur

ROMANE, NOVELLEN, ESSAYS, TAGEBÜCHER, BRIEFE, …

„Irgendeine ganz lächerliche Angelegenheit auf dem Balkan wird den nächsten Krieg auslösen.“ Reichskanzler Otto von Bismarck (1815–1898).

Etwa 17 Millionen Menschen verloren durch den Ersten Weltkrieg ihr Leben. Der folgende Beitrag versucht, 100 Jahre nach dem Ende des Krieges, einen Überblick über die literarischen Zeugnisse dieser Zeit zu geben.

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Neben dem wohl bekanntesten Antikriegsroman über den Ersten Weltkrieg, „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque, setzt sich eine Fülle weiterer literarischer Publikationen mit den Ereignissen und Auswirkungen der Jahre 1914–1918 auseinander. Vielen von ihnen ist nicht nur eine hohe literarische Qualität zu eigen, sie führen den LeserInnen die menschenverachtenden Mechanismen des Krieges auch aus ganz unterschiedlichen Perspektiven vor Augen.

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Kriegseuphorie und Literatur in Deutschland und Österreich

Klagenfurter Zeitung: Mobilisierungs-Kundmachung vom 1. August 1914

Klagenfurter Zeitung: Mobilisierungs-Kundmachung vom 1. August 1914

Von der anfänglich weitverbreiteten Kriegseuphorie werden auch viele LiteratInnen erfasst. So lässt Hermann Hesse (1877–1962) sein Anfang 1915 veröffentlichtes Gedicht „Der Künstler an die Krieger“ mit folgenden Worten ausklingen: „Die ihr draußen in den Schlachten standet / Seid mir Brüder nun und mir geliebt.“ Robert Musil (1880–1942) schreibt in seinem Essay „Europäertum, Krieg, Deutschtum“ vom 3. August 1914: „Treue, Mut, Unterordnung, Pflichterfüllung, Schlichtheit, – Tugenden dieses Umkreises sind es, die uns heute stark, weil auf den ersten Anruf bereit machen zu kämpfen.“ Gerhart Hauptmann (1862–1946) ist einer von 93 Schriftstellern, Künstlern und Wissenschaftern, die den „Aufruf an die Kulturwelt“ vom 14. August 1914 unterzeichnen: „Glaubt uns! Glaubt, daß wir diesen Kampf zu Ende kämpfen werden als ein Kulturvolk, dem das Vermächtnis eines Goethe, eines Beethoven, eines Kant ebenso heilig ist wie sein Herd und seine Scholle. Dafür stehen wir ein mit unseren Namen und unserer Ehre.“

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Novemberpogrome 1938

Reichskristallnacht oder Novemberpogrome?

Ursprünglich wurden mit dem Wort Pogrom Übergriffe gegen Minderheiten im zaristischen Russland bezeichnet. Nach den dortigen antijüdischen Pogromen von 1881 – 1883 wurde Pogrom international nur mehr im Zusammenhang mit Juden und Jüdinnen verwendet. In den letzten Jahrzehnten erlebte der Begriff eine Bedeutungserweiterung und steht heute für kollektive Gewaltaktionen gegen Minderheiten.

Wer das Wort Reichskristallnacht „kreierte“, ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Man kann aber davon ausgehen, dass der Begriff aus dem Berliner Volksmund stammt und auf die Scherben der zerschlagenen Fenster und Auslagen anspielt. Möglicherweise war die Wortschöpfung Reichskristallnacht zuerst eine verklausulierte Form des Protestes, eine Art ohnmächtiger Sarkasmus der GegnerInnen des Nationalsozialismus.

Die NationalsozialistInnen nannte die Deportation und Ermordung der Juden und Jüdinnen anfänglich weder Pogrom noch Reichskristallnacht, sondern, wie man aus dem Betreff des Befehlsschreibens von Reinhard Heydrich, Leiter der Sicherheitspolizei und des SD, entnehmen kann: „Maßnahmen gegen Juden“.1

Der Begriff Reichskristallnacht wurde allerdings von den NationalsozialistInnen rasch vereinnahmt. So meinte Wilhelm Börger, Ministerialdirektor im Reichsarbeitsministerium, im Juni 1939 auf dem Gautag der NSDAP in Lüneburg: „ … sehen Sie, die Sache geht als Reichskristallnacht in die Geschichte ein (Beifall, Gelächter) …“2

Der Politologe Harald Schmid weist in seinem Beitrag „Sprachstreit im Novemberland“ auf die der Bezeichnung Reichskristallnacht innewohnende Dialektik hin: „Doch das Wort bleibt auch ein nützlicher sprachlicher Stolperstein. Denn die scheinbar bloß etymologische und semantische Kontroverse führt geradewegs zum Gespräch über die ganze NS-Vergangenheit, den kritischen Umgang mit ihr und das Bemühen um moralische Genauigkeit – auch in der heutigen Benennung politischer Verbrechen.“

Geschichte der Novemberpogrome

Herschel Grynszpan schoss in Paris am 7. November 1938 auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath. Dieser erlag zwei Tage später seinen Verletzungen. Propagandaminister Joseph Goebbels initiierte daraufhin im gesamten Deutschen Reich in der Nacht vom 9. auf den 10. November eine „spontane“ Vergeltungsmaßnahme in Form eines gegen die jüdische Bevölkerung gerichteten Pogroms. Bekannt wurde es unter dem Namen Reichskristallnacht.

In den aus heutiger Sicht besser als Novemberpogrome bezeichneten Ereignissen, wurden alleine in Österreich in der Nacht vom 9. auf den 10. November 30 Juden / Jüdinnen getötet, 7.800 verhaftet und aus Wien rund 4.000 ins Konzentrationslager Dachau deportiert.

Im gesamten Deutschen Reich wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet. Ungefähr 30.000 Juden und Jüdinnen wurden in Konzentrationslager verschleppt. Dort wurden nochmals Hunderte ermordet oder starben an den Folgen der Haft. Fast alle Synagogen – etwa 1.400 – und viele jüdische Friedhöfe in Deutschland und Österreich wurden zerstört.

Die Novemberpogrome stellen den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der Juden / Jüdinnen seit 1933 zur systematischen Verfolgung dar. Nicht einmal drei Jahre später münden die Verbrechen der NationalsozialistInnen in den Holocaust. Weiterlesen

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BuchMarkt Wien

Der Wiener Bücherschmaus am BuchMarkt Wien

BuchMarkt Wien Der Wiener Bücherschmaus wird am BuchMarkt Wien mit ausgewählten Kinder- bzw. Jugendbüchern und Belletristik für Erwachsene vertreten sein.

Wir freuen uns, Sie am SONNTAG, 04. NOVEMBER von 10-16 UHR am BuchMarkt Wien, im Festsaal der Berufsschule, Längenfeldgasse 13, 1120 Wien, an unserem Stand begrüßen zu dürfen:

  • Ausstellerinnen und Aussteller
  • Kinderbuch-Schwerpunkt / Gäste
  • Rahmenprogramm / Lesungen und Workshops
  • Ermäßigter und Gratis-Eintritt für…

60 Ausstellerinnnen und Austeller am BuchMarkt Wien

Es erwarten Sie 60 Bücherstände, die ein umfangreiches Angebot aus vielen Sachgebieten mitbringen. Und natürlich wird es einiges mehr an Kinderbüchern geben, als normalerweise am BuchMarkt! Weiterlesen

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Das Buchabo für Groß und Klein

Das Bücherschmaus-Literaturschmankerl – das Buchabo

Zur Buchabo-Auswahl

Was ist das Bücherschmaus-Literaturschmankerl?

Eine handverlesene Buchauswahl! Mit ihr können Sie Entspannung, Anregung und Stoff zum Nachdenken schenken oder sich selbst mit guter Literatur verwöhnen.

Für den Zeitraum des Buchabos – sechs Monate oder ein Jahr – erhalten Sie oder die von Ihnen beschenkte Person jeden Monat eine Hardcover-Ausgabe oder wahlweise zwei Taschenbücher.

Die Bücher werden dem Wiener Bücherschmaus – Verein für Leseförderung und Buchkultur von Verlagen und Privatpersonen zur Verfügung gestellt. Sie sind teilweise aus zweiter Hand, aber immer neuwertig!

Was bietet mir das Bücherschmaus-Literaturschmankerl?

Sie können aus den folgenden vier Genres ein oder zwei auswählen.

  1. Romane, Erzählungen, Novellen aus aller Welt
  2. Österreichiche Literatur
  3. Kriminalroman
  4. Lyrik

Gibt es auch ein Angebot für Kinder und Jugendliche?

Wenn Sie die die Lesefreude junger Menschen fördern möchten, bieten wir Ihnen das besonders günstige Kinder- oder Jugendliteratur-Schmankerl.
Von Bilderbüchern, über Sachbücher bis hin zu Detektivgeschichten oder Abenteuerromanen bietet es für jeden Geschmack den gewünschten Lesestoff.

Wie erhalte ich den Bücherschmaus-Bonus?

Bestellen Sie das Buchabonnement bis zum 15. Dezember 2018, so erhalten Sie zusätzlich folgendes Buch aus dem Kyrene Literaturverlag: Adelbert von Chamisso: Peter Schlemihls wundersame Geschichte. Mit einem Nachwort von Dr. Alexandra Hildebrandt, 2014, 138 S.

Was kostet das Bücherschmaus-Literaturschmankerl?

  • Das Literaturschmankerl für Erwachsene, mit monatlich einer Hardcover-Ausgabe oder wahlweise zwei Taschenbüchern + Postversand: halbjährlich 60,- Euro, jährlich 115,- Euro.
  • Das Literaturschmankerl für Kinder- oder Jugendliche mit monatlich einem Buch + Postversand: halbjährlich 39,- Euro, jährlich 78,- Euro.

Kann ich die Portokosten sparen?

Sie können die Bücher nach vorhergehender Vereinbarung in der Garbergasse 18, 1060 Wien abholen, etwa 5 Minuten Fußweg von der U3 / U6-Station Westbahnhof entfernt. Die Kosten verringern sich dadurch für das Abonnement mit sechsmonatiger Laufzeit um 24,- Euro, und für ein Jahresabonnement um 48,- Euro.

Kann ich einen Geschenkgutschein kaufen?

Ja, Sie erhalten das Literaturschmankerl bzw. das Buchabo auch als Geschenkgutschein und überlassen so die Wahl der Genres der/dem Beschenkten.

Wohin werden die Bücherschmaus-Literaturschmankerl versendet?

Das Angebot gilt für Österreich und Deutschland. Lieferungen in andere Länder sind jederzeit möglich, wir müssen allerdings die eventuell höheren Portokosten an Sie weitergeben.

Wie erwerbe ich das Bücherschmaus Literaturschmankerl?

  1. Füllen Sie das Bestellformular aus und und drücken Sie den Sende-Button. Sie erhalten eine Bestätigungsmail und die Rechnung als pdf.
  2. Überweisen Sie den Rechnungsbetrag auf das Konto des“Wiener Bücherschmaus“ – Verein für Leseförderung und Buchkultur bei der BAWAG: BLZ 14000, IBAN AT11 1400 0022 1085 9759 / BIC BAWAATWW. Verwendungszweck: Liteaturschmankerl.
  3. Nach Eingang Ihrer Zahlung versenden wir das erste Buchpaket.

Wer sucht die Bücher aus?

Das Expertenteam des Wiener Bücherschmaus kuratiert die Auswahl der Bücher auf der Grundlage Ihrer bzw. der Interessen der/des Beschenkten.

Werden die Bücher als Geschenk verpackt?

Auf Wunsch erhalten Sie die Bücher als Geschenk verpackt.

Wann bekomme ich die Bücher?

Circa 14 Tage nach dem Eintreffen Ihrer Zahlung erhalten Sie das erste Bücherschmankerl auf dem Postweg bzw. liegt es ab diesem Zeitpunkt im „Wiener Bücherschmaus“, 1060 Wien, zur Abholung bereit.

Muss ich mein Literaturschmankerl nach Ablauf der Abonnements kündigen?

Nein, das Buchabo endet automatisch.

Geht das, Genießen und Gutes tun?

Ja, mit dem Literaturschmankerl beschenken Sie nicht nur sich oder Ihre Lieben. Sie fördern zugleich das für Schulen und Kindergärten kostenlose Leseförderprojekt „Bücher auf Rädern“.

Ich habe noch Fragen in Zusammenhang mit dem Buchabo. An wen kann ich mich wenden?

Fragen, Anregungen und Kritik schicken Sie bitte an die E-Mail-Adresse des Wiener Bücherschmaus. Wir setzen uns dann so rasch als möglich mit Ihnen in Verbindung.

„Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.“
– Groucho Marx

In diesem Sinne freut sich das Team des Wiener Bücherschmaus auf Ihre Bestellung und wünscht Ihnen ein anregendes Lesevergnügen mit Ihrem Literaturschmankerl.

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Schatten erzählen – Schattentheater und Mini-Workshop

An zwei Samstagen erzählen Irmi Schentz und Alice Wang vom „Wiener Bücherschmaus“ mit Hilfe von Schattenfiguren eine Geschichte. Im Anschluss daran können die Kinder selber oder mit Hilfe der Eltern/Begleitpersonen Schattenfiguren der jeweiligen Geschichte basteln.

Materialkosten pro Termin / pro Kind: 1,00 Euro. Diese Kosten sind nicht in der Kursgebühr enthalten und werden von den Kursleiterinnen direkt vor Ort eingehoben.

Datum: Samstag, 20. Oktober 2018 und Samstag, 19. Jänner 2019
Uhrzeit: jeweils 15:00 -16:00 Uhr
Ort: VHS Mariahilf Neubau Josefstadt, 1060 Wien, Damböckgasse 4
Teilnahmegebühr: Euro 14,40 /Person
Anmeldung bitte bei VHS Mariahilf Neubau Josefstadt.
T.: +43 1 891 74 106 000
E-Mail an die VHS Mariahilf
Über die Referentinnen:
Irmi Schentz: „In meiner Studentenzeit habe ich begeistert in einem Laientheater mitgespielt, dann in einer Bibliothek gearbeitet, viel gelesen, viel gebastelt. Vorlesen hat mit Theater und mit Lesen zu tun. Mit Kindern basteln mag ich besonders gern“.
Drin. Alice Wang: Nach dem Veterinärmedizin Studium habe ich das Vorlesen entdeckt und arbeite ehrenamtlich beim Wiener Bücherschmaus. Ich bin zuständig für die musikalische Untermalung der Geschichten mit Hilfe von verschiedenen Instrumenten.

© Foto: Alice Wang

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Radio SGT MARIAHILF – das Satireformat

DAS RADIOKABARETT, ERSTMALS AUS DEM MARCHETTISCHLÖSSL …

… bietet wie immer aktuelle Information, Unterhaltung, Musik und … schiere Satire …

Radio SGT Mariahilf Erlesene Dialoge und Texte, erschrieben und auf die Bühne gebracht von Andre Blau und Regina Adler.

Erleben Sie Clara Wollebner (Chefmoderatorin), Bertel Nadolny (zweiter Chefmoderator) und als Gäste eine Prohibition-Managerin, einen engagierten Ausbildner der Exekutive, einen Proponenten des neuen Konservativismus, Herrn und Frau Österreicher im Urlaubstaumel und, und, und …

Genießen Sie die radio-aktive Fiktion auf der Bühne, ehe die mediale Realität die Fantasie überholt.

Wo: Österreichische Mediathek im Marchettischlössl, 1060 Wien, Gumpendorfer Straße 95
Wann: Di, 9. Oktober 2018 um 19:30 Uhr
Gast: Heinz Hofbauer (Musik/Kabarett)
Eintritt frei

Aufnahme der Sendung vor Ort! Ausstrahlung online! Seien auch Sie Teil von Radio SGT (es geht eh)!

Das Team des Radio SGT und der Wiener Bücherschmaus freuen sich auf Ihr Kommen!

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Erzählen in Bildern – Bilderbuchworkshop

Ein Workshop für alle, die sich auf die Suche nach Bilderbuchgeschichten für Kinder machen.

Wie wählt man aus der großen Vielfalt an Bilderbüchern ein geeignetes Buch aus? Anhand theoretischer Inputs und vieler praktischer Übungen widmen wir uns in diesem Workshop einigen Wegweisern, die bei der Suche hilfreich sind. Dazu gehören zum Beispiel: Altersempfehlung – strenge Richtschnur oder Empfehlung? Erst Lesenlernen und dann ein Buch – oder geht es auch ohne Buchstaben? Bilderbücher – nur etwas für ganz Kleine? Serifen, Magenta, Längsformat – wie bedeutend sind Gestaltungsmerkmale von (Biler-)Büchern?

Datum: Donnerstag, 27. September 2018
Uhrzeit: 18:30 – 21:00
Ort: VHS Mariahilf Neubau Josefstadt, 1060 Wien, Damböckgasse 4
Teilnahmegebühr: Euro 16,30 /Person
Referentin: Maga. Petra Öllinger vom „Wiener Bücherschmaus“, Psychologin, Autorin, Schreibcoach, ausgebildete Vorlesepatin, Absolventin des STUBE-Fernkurses für Kinder- und Jugendliteratur.
Anmeldung bitte bei VHS Mariahilf Neubau Josefstadt.
T.: +43 1 891 74 106 000
E-Mail an die VHS Mariahilf

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Ein Nilpferd steckt im Leutchtturm fest. Tiergedichte für Kinder

Noch nie etwas vom Schniebt gehört? Noch nie ein Schmugnu gesichtet? Höchste Zeit, den Blick in ein Hausbuch der besonderen Art zu werfen.

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie bei Ihrem nächsten Kellerbesuch auf Unsinn redende Tiere treffen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um Quasselasseln. Regenwürmer graben nur Erde um und wühlen sich durch Komposthaufen? Mitnichten. Sie spielen auch Fußball, sind rotzfrech und foulen, was das Zeug hält. Das Aquarium ist geschlossen? Kein Wunder, hat doch der Rochen gebrochen und dem Barsch juckt’s … an den Flossen. Und haben Sie sich schon einmal gefragt, wer im Zoo eigentlich die gaffenden Laffen sind? Kein Stein der Fauna bleibt auf dem anderen nach dem Genuss dieser animalischen Poesie. Zum Leiselesen. Zum Laut(vor)lesen – manche Texte bergen gar das Risiko eines Zungenbruchs, wenn zum Beispiel Katroppchen mit dem wösen Bolf duchr den wanklen Duld gung. Zum Lachen. Zum Nachdenken. Zum Selberreimenausprobieren. Zum Fabulieren.

Eine Bilderlust bietet das Buch obendrein (sogar die Gestaltung jedes einzelnen Titels ist eine Augenweide); fast ein Who’s Who der zeitgenössischen (Kinder-)Buchillustration: Nadia Budde, Julia Friese, Regina Kehn und Michael Roher. Sie übersetzten die Poesie der Buchstaben in die Poesie der Farben, Pinsel- und Farbstiftstriche, Holzschnitt und Collagentechnik. Und wer ist sprachverantwortlich für das außergewöhnliche Getier? Renommierte AutorInnen/LyrikerInnen der Gegenwart: Michael Augustin, Tanja Dückers, Heinz Janisch, Mathias Jeschke, Arne Rautenberg sowie Ulrike Almut Sandig. Sie alle gemeinsam reimten klassisch und unklassisch, kurz und lang, bunt und monochrom über einen Zeitraum von zwei Jahren in Workshops und Veranstaltungen. Das Resultat: ein lyrisch-zoologisches Hausbuch sowohl für juvenile als auch adulte VertreterInnen der Gattung Homo sapiens.

Petra Öllinger

PS: Vom 10. September 2018 bis Mitte Februar 2019 besteht in der Internationalen Jugendbibliothek die Möglichkeit, die Vorarbeiten, Skizzen und Originale zu den Tiergedichten zu bestaunen. Genaue Informationen zur Ausstellung

Ein Nilpferd steckt im Leuchtturm fest. Tiergedichte für Kinder.
Herausgegeben von Internationale Jugendbibliothek, Stiftung Lyrik Kabinett, Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
Mixtvision, München 2018
111 Seiten, gebunden, mit Leinenrücken, € 20,50 (Ö)
© Cover: Mixtvision / Illustration Julia Friese

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Radio SGT am 11. Juni 2018 mit Andre Blau und Regina Adler

Wie geht’s? Danke, es geht eh – mit Radio SGT.

Auch im Juni bietet das bewährte Moderationsteam André Blau und Regina Adlereue erlesene Satiren aus dem Studio Bücherschmaus im Sendesaal der Galerie KoKo. Mit Themen, die die Welt bewegen: News, Fakten, Fake, Life und Style. Noch immer offline. Und wieder mit musikalischem Überraschungsgast.

Wann: Montag, 11. Juni 2018 – 19:00 Uhr
Wo: Galerie KoKo, Mittelgasse 7, 1060 Wien

Der Eintritt ist frei – wir freuen uns über Spenden für unsere Leseförderprojekte, zum Beispiel für den Kauf der Koffer für „Bücher auf Rädern“.

Wegen des begrenzten Platzangebotes ersuchen wir um Reservierung: Tel.: 0677/612 659 11 oder E-Mail.

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BEZIEHUNGS-WEISE – Wiener Bücherschmaus bei den Mariahilfer Bezirksfestwochen

Vom 25. Mai bis 28. Juni 2018 finden heuer wieder die Mariahilfer Bezirksfestwochen – „KUNST MIT 6″- statt.

Auch der „Wiener Bücherschmaus“ & Friends sind dabei und präsentieren 6 Musikstücke und 6 Texte im 6. Bezirk. Irrungen, Wirrungen – und die liebe Liebe, die beziehungs-weise macht, manche(n) auch zum/zur BEZIEHUNGS-WAISEN.

Wann:Mittwoch, 30. Mai 2018 – 19:00 Uhr
Wo: Galerie KoKo, Mittelgasse 7, 1060 Wien
Der Eintritt ist frei – wir freuen uns über Spenden für unsere Leseförderprojekte.

Wegen des begrenzten Platzangebotes ersuchen wir um Reservierung:
Tel.: 0677/612 659 11 oder E-Mail

Fotocredit: Alice Wang

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