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STRAMM – Repetitive Erzählung

STRAMM – Repetitive Erzählung – eine Empfehlung des „Wiener Bücherschmaus“

Fotoprojektionen, Lesung und Buchpräsentation Von Werner Lang und Gue Schmidt

Waltzwerk - Foto von Gue Schmidt Die Erzählung „Stramm – repetitive ERzählung“ ist nicht das erste Buch von Werner Lang. Er hat immer schon diese Welt, in der er lebte und die er auch leidvoll erlebte, unterschiedlich beschrieben. Man kann sie als Artikel in Betriebszeitungen, und auch als Literatur, wie sie im engeren Sinne verstanden wird, in Zeitschriften und anderen seiner Büchern nachlesen.

Eine Dimension des Leidens, die er in seiner Literatur beschreibt, ist die schwere Arbeit verbunden mit den Arbeitsunfällen in den Betrieben in denen er arbeitete.

Eine andere, eine sehr unangenehme Dimension des Leidens, die er beschreibt, ist der „Betriebsterror“ der seinerzeitigen Betriebsratsspitzen in den Stahlwerken gegen jene die von diesen Betriebsräten als Oppositionelle angesehen wurden, um hier nur zwei von mehreren Leidsystemen, die Werner Lang beschreibt, herauszunehmen.

Dazu muss erwähnt werden, dass die Leute ihre eigenen Leiderfahrungen nicht artikulieren. Sie wollen nicht darüber reden, sondern sie brechen körperlich zusammen. Burnout, Herzinfarkt oder was immer. Darum ist es wichtig, dass einem das physische und psychische Arbeitsleid wieder gesellschaftlich bewusst wird, sonst folgt statt eines Widerstandes der Zusammenbruch. Dazu kann auch das Buch von Werner Lang beitragen.

Werner Lang, geboren 1955 in Hönigsberg, lebt in Wien. War tätig als Betriebsschlosser, Schweißer, Monteur, Verschieber, Lokführer, Kranführer, zerstörungsfreier Werkstoffprüfer. War in der Gewerkschaftsbewegung, Friedens- und Umweltbewegung aktiv. Weiters: Ausstellungen, Vorträge, Puppentheater für Erwachsene, Kleintheater. Schreibt für die Kulturzeitschrift Tarantel und theoretische, sozialpolitische Artikel für das Magazin des Gewerkschaftlichen Linksblocks „Die Arbeit“.
Letzte Veröffentlichungen: Vor Ort; Theaterstück (Sonderheft Tarantel) Arbeitswelten in Bild und Wort (VIZA Edit 2012) Gasthaus Sudy, ein Theater (edition tarantel 2013) (Herausgeber) Erich Zwirner: Schreib! Arbeiter! (edition tarantel), 2013 (Herausgeber) Eva Priester: Der Weltkrieg I – Ende und Anfang, edition tarantel, Tarantel Werkkreis Literatur der Arbeits (losen) Welt, Wien 2014 „Herzblut“ Beschädigte/r Erzähler/Erzählungen, Herausgeber: Werkkreis Literatur der Arbeitswelt – Werkstatt Wien, mit Unterstützung der MA 17/ Kulturabteilung der Stadt Wien, edition Tarantel, 2016 Bilder für Umschlag, Umschlagrückseite aus Privatfotos von Gue Schmidt.

Fotos von Gue Schmidt: Geboren, lebt und arbeitet. Verschiedene Stadien. Seit Beginn der 80er Jahre Arbeiten in den Bereichen visuell-akustischer Medien, im elektronischen Raum, Fotografie, Installationen und Fotoprojektionen.

Wo: Fachbuchhandlung des ÖGB-Verlags, Rathausstraße 21. 1010 Wien (Eingang Universitätsstraße)
Wann: Dienstag 04. 12. 2018, 18:30 Uhr

Sie haben eine Frage oder Anregung? E-Mail an den Wiener Bücherschmaus

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