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DVDs aus zweiter Hand versus Streaming

DVDsEin winziges Wesen hält derzeit die Welt in Schach. Für den Menschen unsichtbar, besteht es aus Nukleinsäure mit nichts weiter als der Information, sich auszubreiten und innerhalb einer Wirtszelle zu reproduzieren. Dennoch, das neue Virus SARS-CoV-2 aus der Familie der Coronaviren hat es in sich. Mangels wirksamer Abwehrmöglichkeiten muss sich ein Großteil der Menschheit eines bislang ungewohnten
Lebensstils befleißigen. Kontakt zu anderen menschlichen Wesen soll tunlichst unterbleiben, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Viele verbringen ihre Zeit also zuhause und wissen noch nicht so recht, was sie mit der ungewohnten Freiheit anfangen sollen. Die Lektüre womöglich schon lange bereitliegender Bücher bietet sich an, sofern das nötige Maß an Ruhe vorhanden ist. Neuer Lesestoff lässt sich online lukrieren, und sogar Bibliotheken öffnen ihre virtuellen Tore für E-Books.

Weitaus beliebter ist allerdings der Genuss bewegter Bilder. Die Filmgeschichte hält eine breite Palette an Sehenswertem parat, von Arthouse bis Romanze, von Doku bis Serie.

DVDs aber auch CDs und Secondhandbücher der Umwelt und der eigenen Geldbörse zuliebe.

DVDs bieten sich als Datenträger an, zumal sie in riesiger Stückzahl vorhanden und gebraucht für wenig Geld zu haben sind. Bei einigermaßen rücksichtsvoller Behandlung sind DVDs erstaunlich langlebig und können ohne Weiteres mehrere Besitzerwechsel verkraften. Vielfach beinhaltet eine DVD Bonusmaterial zum Film oder eine aufwendige Hüllengestaltung mit Begleitinformationen.

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Auch der ökologische Aspekt kommt bei den DVDs nicht zu kurz. Während Videostreaming via Internet auf den ersten Blick eine unglaubliche Angebotsfülle bietet und ausgesprochen bequem erscheint, liegt die Tücke im Detail. Gerade dieser Tage wird bewusst, dass die Bandbreite der Datenübertragung begrenzt ist, denn ein großer Teil der Kapazität wird von Homeworking, Online-Unterricht und Videokonferenzen belegt.
Viele kommerzielle Streaminganbieter sind daher dazu übergegangen, die Übertragungsrate zu begrenzen. Für die Kunden äußert sich dies zumeist in Bildaussetzern und geringer Auflösung.

Nicht zu vergessen der gewaltige Energieverbrauch der Rechenzentren bei den großen Streaminganbietern. Laut der unabhängigen Forschungsplattform Shift Project (https://theshiftproject.org) belief sich der CO2-Ausstoß bei Videostreaming schon im Jahre 2018 auf unglaubliche 300 Millionen Tonnen, und damit in etwa so viel wie ganz Spanien. Tendenz steigend. Eine gebrauchte DVD hingegen benötigt
keinerlei Energie mehr für die Herstellung und begnügt sich je nach Abspiel- und Ausgabegerät mit ein paar Watt Wiedergabeleistung. Filmgenuss via DVDs ist also mehr als zeitgemäß.

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