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70 Jahre Hiroshima

„Ihre Gesichter waren komplett verbrannt, ihre Augenhöhlen leer, die Flüssigkeit aus ihren geschmolzenen Augen war über ihre Wangen geronnen.“ Pater Wilhelm Kleinsorge über seine Begegnung mit einer Gruppe von Soldaten, die ihm in den Trümmern von Hiroshima begegneten.

Zuvor wirft am 6. August 1945 um 8:15 Uhr Ortszeit der B-29-Bomber „Enola Gay“ – benannt nach der Mutter des Piloten Oberst Paul W. Tibbets – über dem Stadtkern von Hiroshima „Little Boy“ ab. Die Atombombe setzt die Zerstörungskraft von 15.000 Tonnen TNT frei. Es entsteht ein Feuerball mit einer Innentemperatur von über einer Million Grad Celsius. Noch in über zehn Kilometern Entfernung gehen Bäume in Flammen auf und die radioaktive Strahlung legt sich über die Stadt und ihre Umgebung.

Der Oberst wird sich Jahr später erinnern: „‘Ich sah den Himmel vor mir in allen Farben erstrahlen‘, sagte ihr Kommandant Tibbets Jahrzehnte später im Interview mit dem National Public Radio. ‚Und dort, wo wir auf dem Hinflug die Stadt gesehen hatten, sah ich nun nichts als brennenden Schutt, Feuer und Rauch.‘“ 1

50 Jahre nach dem Einsatz meint der Navigator der B-29, Theodore van Kirk: Hiroshima habe nach dem Abwurf der Bombe „wie ein Topf voll heißen, kochenden Teers“ ausgesehen.

Zwei Tage päter, am 9. August 1945, fällt die Plutoniumbombe „Fat Man“ mit einer Sprengkraft von 22.000 Tonnen auf Nagasaki.

Beide Bomben bedeuteten für weit über 200 000 Menschen den Tod. Opfer in beiden Städten sind vor allem ZivilistInnen und koreanischen ZwangsarbeiterInnen.

Am 15. August 1945 um 16:00 Uhr hält Tennō Hirohito eine in ganz Japan ausgestrahlte Radioansprache, in der er die bedingungslose Kapitulation des japanischen Kaiserreichs vor den Alliierten bekannt gibt.

Die folgenden beiden Bücher können in der Buchhandlung des „Wiener Bücherschmaus“ erworben werden. Weitere Literatur besorgen wir für Sie gerne innerhalb von 2-3 Werktagen.

Karl bruckner Sadako will leben Karl Bruckner: Sadako will leben. G&G Verlag, 1. Neuauflage 2005. „Sadako Sasaki erlebt als Vierjährige den Atombombenabwurf über Hiroshima. Sie wird verschüttet. Ihr Bruder Shigeo kann sie befreien und beiden geschieht nichts. 10 Jahre später: Sadako, eine begeisterte Radfahrerin, wird bei einem Rennen von einer plötzlichen Schwäche befallen und es stellt sich heraus, dass sie an der Strahlenkrankheit leidet. Wie eine alte japanische Sage erzählt, wird man gesund, wenn man 1000 Kraniche aus Papier faltet. Sadako klammert sich an die Sage und an das Leben, selbst als die Ärzte sie aufgegeben haben. Unbeirrt arbeitet sie an den Kranichen, doch beim 990 versagen ihre Kräfte …“

Hiroshima Nagasaki Bildchronik der Atomaren Zerstörung Hiroshima – Nagasaki – Eine Bildchronik der Atomaren Zerstörung. Gebundene Ausgabe – 1981. Herausgegeben vom Hiroshima-Nagasaki Publishing Committee.

„Wir wünschen, daß ihr,
die japanischen Kinder
und alle Menschen auf dieser Erde
erfahren,
was an jenem Tag
geschah,
so wie die Augen dieses Kindes
es sahen“

1 Die Presse: 70 Jahre Hiroshima: „Ihre Gesichter verbrannt, ihre Augen leer.“

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